80 Prozent der religiös Verfolgten weltweit sind Christen. Nie wurden sie stärker verfolgt. Und nirgendwo werden sie öfter diskriminiert als in islamischen Ländern.
Kommentar zur Christenverfolgung aus der Welt am Sonntag
Die offiziell säkulare Republik Türkei betrachtet Christen als Gefahrenquelle. Für viele Türken steht fest, dass finstere Mächte versuchen, mit Hilfe christlicher Missionare ihr Land zu schwächen.
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Selbst die höchsten türkischen Behörden und Regierungsvertreter legen eine absurd anmutende Angst vor Christen an den Tag. Die Türkei als Land von 70 Millionen Menschen, die zu 99,8 Prozent Moslems sind, ist ihrer Meinung nach gefährlichen subversiven Attacken von Missionaren ausgesetzt.
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Auch nach Naturkatastrophen seien die Missionare zur Stelle, sagt der Publizist Ali Riza Bayzan, der schon mehrere Bücher über das Thema geschrieben hat. Mit eigenen Augen habe er gesehen, wie Vertreter der katholischen Hilfsorganisation Caritas nach dem schweren Erdbeben im Nordwesten der Türkei 1999 versuchten, die Menschen “mit Hilfsleistungen und Druck” zum Christentum zu bekehren.
“Die türkische Angst vor Christen” – aus dem österreichischen kurier.
Kurz vor seiner Ausstrahlung nahm die ARD den Film ‘Terror gegen Christen’ aus dem Programm. Die bedrohte Minderheit habe Racheakte muslimischer Extremisten befürchtet, sagte der Filmemacher Uri Schneider gegenüber Deutschlandradio Kultur. Christen würden [in Bethlehem] ‘geschlagen, bestohlen, umgebracht’.
Gibt es ein Grundrecht auf die Vermittlung von Wahnvorstellungen in öffentlichen Schulen?
fragt das linke Käseblatt Junge Welt.
Religionsfreiheit ist nicht verhandelbar, und das Aufatmen darüber, daß ein Todesurteil wie im Fall Abdul Rahmans abgewendet wurde, genügt nicht. Angesichts der Tatsache, daß in allen islamischen Ländern Christen täglich diskriminiert, verfolgt und getötet werden, ist es an der Zeit, die Menschenrechte auch in Glaubensfragen viel offensiver zu vertreten, als dies bislang geschehen ist. Denn das Urteil der Kabuler Richter lautet doch eigentlich: Wäre Rahman gesund, hätte er den Tod verdient.
Aus der Welt am Sonntag.






